Was tun, wenn Ihre Stute nicht tragend ist? Die verborgene Ursache und die Lösung
Ihre Stute ist nicht tragend geworden – was nun?
Es ist eine der frustrierendsten Situationen in der Pferdezucht: Ihre Stute wurde gedeckt oder besamt, alles schien normal zu verlaufen – und trotzdem ist sie nicht tragend. Oder sie hat die Trächtigkeit früh verloren. Oder es passiert Saison für Saison.
Sie sind damit nicht allein. Bis zu 10 % aller Stuten werden in einer Zuchtsaison nicht tragend. Und die Ursache ist häufig etwas, das bei Standarduntersuchungen völlig unsichtbar bleibt.
Die häufigste verborgene Ursache: Dormante Bakterien
Der häufigste Grund, warum eine Stute nicht tragend wird, ist eine Gebärmutterinfektion – aber nicht die Art, die bei einem Standard-Tupfertest sichtbar wird. Wir sprechen von dormanten Bakterien, die sich tief in der Gebärmutterschleimhaut in einem schützenden Biofilm verbergen.
Diese Bakterien – meistens Streptococcus equi subsp. zooepidemicus – befinden sich in einem Zustand mit niedrigem Stoffwechsel, in dem sie für das Immunsystem praktisch unsichtbar und gegen Antibiotika resistent sind. Standardmäßige Kulturabstriche übersehen sie in mehr als 60 % der Fälle.
Während des Östrus können diese dormanten Bakterien „aufwachen" und gerade genug Entzündung verursachen, um die Embryoeinnistung zu verhindern – ohne dabei auffällige Symptome zu zeigen. Die Stute wirkt gesund. Die Kultur ist negativ. Aber sie wird trotzdem nicht tragend.
„Sie können sich im Schleim oder im Biofilm verbergen – einer Schutzschicht über einer Bakterienkolonie – oder tief im Endometrium selbst."
— Dr. Karen Wolfsdorf, DVM, Dipl. ACT, The Horse
Wie häufig ist das wirklich?
Studien zeigen konsistent, dass 70–84 % der Problemstuten eine verborgene latente Gebärmutterinfektion tragen. In einer Studie der Universität Kopenhagen, die mit Stutenbesitzern aus ganz Dänemark durchgeführt wurde, testeten 84 % der Stuten, die wiederholt nicht tragend wurden, positiv auf dormante Bakterieninfektionen – wenn sie korrekt diagnostiziert wurden.
Was Sie tun können: Das bActivate-Protokoll
bActivate ist ein veterinärmedizinisches bakterielles Wachstumsmedium, das von Professor Anders Miki Bojesen und Dr. Morten Rønn Petersen an der Universität Kopenhagen entwickelt wurde. Es funktioniert, indem es dormante Bakterien aus ihrem Biofilm-Zustand reaktiviert – und sie so nachweisbar und mit Antibiotika behandelbar macht.
- Ein Tierarzt verabreicht 10 ml bActivate in den Uterus zu Beginn des Östrus
- Nach 24–48 Stunden wird eine Standardkultur entnommen
- Wenn dormante Bakterien vorhanden sind, sind sie nun aktiv und nachweisbar
- Eine gezielte Antibiotikatherapie wird 3 Tage lang durchgeführt
- Die Stute wird im gleichen oder im folgenden Östrus gedeckt
Was die Studien zeigen
- 83 % von 64 Problemzuchtstuten wurden innerhalb von 6 Wochen tragend — Kentucky Equine Research
- 89 % Trächtigkeitsrate bei 19 güsten Vollblutstuten bei Kildangan/Godolphin
- 72 % lebend geborene Fohlen in einer Feldstudie der Universität Kopenhagen — Breeders Club, 2022
- 64 % vs. 8 % Bakterienpositvität bei behandelten vs. Kontrolltieren — EquiManagement, 2023
Häufig gestellte Fragen
Warum ist meine Stute nicht tragend geworden?
Die häufigste Ursache ist eine verborgene Gebärmutterinfektion durch dormante Streptococcus equi subsp. zooepidemicus. Diese Bakterien verbergen sich im Biofilm tief in der Gebärmutterschleimhaut und werden bei Standardabstrichen in mehr als 60 % der Fälle übersehen.
Was ist bActivate und wie funktioniert es?
bActivate ist ein steriles bakterielles Wachstumsmedium, das an der Universität Kopenhagen entwickelt wurde. Wenn es während des Östrus in die Gebärmutter eingeführt wird, reaktiviert es dormante Bakterien – macht sie durch eine Standardkultur nachweisbar und ermöglicht eine gezielte Antibiotikatherapie.
Für welche Stuten ist bActivate geeignet?
bActivate ist geeignet für güste Stuten, Stuten mit wiederholt fehlgeschlagenen Besamungen, Stuten mit frühem embryonalem Verlust und Stuten mit negativer Kultur, die trotzdem nicht tragend werden.
Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über das bActivate-Diagnoseprotokoll – oder finden Sie einen Händler in Ihrer Nähe.